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Afrika doppelt betroffen

Afrika doppelt betroffen

Das Corona-Virus ist längst auch in Afrika angekommen. Derzeit verzeichnen die dortigen Gesundheitsbehörden knapp 50.000 Infektionen und weniger als 2000 Todesfälle. Doch das eigentliche Problem für den schwarzen Kontinent ist die Konzentration auf die Pandemie. Ein Großteil der Gelder für die medizinische Forschung fließt in die Bekämpfung des neuen Virus. Durch die Beschäftigung mit dem Corona-Erreger treten alle anderen Krankheiten in den Hintergrund.

Ein weitaus größeres gesundheitliches Risiko ist beispielsweise die Malaria: An der Infektion sterben pro Jahr 380.000 Menschen in Afrika. Durch Corona könnte sich die Zahl bis 2021 verdoppeln, befürchten Fachleute. Die weiteren Risiken für die Gesundheit heißen Masern, HIV/Aids und Ebola. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in den letzten Jahren beachtliche Erfolge bei der Bekämpfung der Krankheiten erzielt. So sollte 2020 etwa ein Impfstoff gegen Malaria vorgestellt werden. Durch das fehlende Geld werden jetzt an den anderen tropischen Krankheiten, die mit vergleichsweise geringen Mitteln bekämpft werden könnten, viele tausend Menschen sterben müssen.

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