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Kinder nicht infiziert

Die Bundesregierung hat die neuen Reglungen für das Leben und Arbeiten während der Corona-Pandemie veröffentlicht. Viele finden sie gut, manche haben daran etwas zu makeln. Vor allem bewegt die Menschen, wann die Schulen wieder geöffnet werden. Eine Studie aus Island, über die ntv berichtet, gibt neuen Stoff zur Diskussion: Wissenschaftler untersuchten dabei 13.000 Personen unterschiedlichen Alters. 0,6 Prozent der Frauen und 0,8 Prozent der Männer waren demnach infiziert. Und jetzt kommt die interessante Zahl – bei Kindern unter zehn Jahren entdeckten die Forscher keine einzige Infektion. Auch schon andere Untersuchungen wollen herausgefunden haben, dass Kinder nur vergleichsweise selten positiv getestet werden.

Bei der Gruppe der erkrankten Personen wird diese Tendenz noch einmal deutlicher, wie Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde zeigen: Etwa ein Prozent der Kranken ist unter zehn Jahren, vier Prozent zwischen zehn und 19 Jahren (18,4 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ist unter 20 Jahren). Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus anzustecken sei bei jungen Menschen genauso groß wie bei älteren – sie erkrankten nur seltener. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kam zu dem Schluss, dass Kinder im Gegensatz zur Influenza bei der Corona-Pandemie keine große Rolle bei der Verbreitung des Virus spielen.

Auf dieser Basis sollte die Regierung noch einmal überlegen, ob nicht auch Kitas und Grundschulen wieder öffnen können. Denn es ist unbestritten, dass die Voraussetzungen für gute Bildung schon im Kindergartenalter geschaffen werden. Und Kinder aus bildungsfernen Familien könnten beim zu langen „Homeschooling“ weiter ins Hintertreffen geraten.

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