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Kommt jetzt das schnelle Internet?

Endlich sorgt die Politik für schnelles Internet: Der Bundesrat hat beschlossen, dass in Deutschland überall eine Downloadgeschwindigkeit von mehr als zehn Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erreicht werden muss. Die Verantwortlichen feiern sich, dass damit eine Mindestversorgung garantiert werde. Toll. Äh, Moment. Zehn MBit/s? Das wird wohl kaum reichen, um im Homeoffice ordentlich arbeiten zu können. Oder dass mehrere Kinder gleichzeitig digitale Bildungsangebote nutzen. Sicherlich sind Gegenden ganz ohne Internetversorgung erfreut, dass sich überhaupt etwas tut.

Das Digital-Ministerium und die zuständige Behörde stellen in Aussicht, dass die Mindestanforderungen ständig nach oben geschraubt werden sollen. Manche Bundesländer finden das angepeilte Tempo schon heute nicht mehr zeitgemäß. Das passt ins Bild: Deutschland ist nach wie vor digitales Entwicklungsland. Online einen Pass beantragen? Geht nicht. Das digitale Rezept steht nur im Gesetz. In der Bahn im Internet surfen? Braucht doch kein Mensch! Fachleute sagen, dass die Bundesrepublik bei der digitalen Verwaltung gut 20 Jahre zurückliegt. Das sollten die Gesetzgeberinnen und Gesetzgeber mal beschließen: Lobbyisten und Beamte sollen sich in Zukunft von dem Thema fernhalten.

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