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„Liebes Ordnungsamt: Ich weiß was“

„Liebes Ordnungsamt: Ich weiß was“

Selbstverständlich hat sich jeder schon einmal über eine andere Person geärgert, die ihre Maske nicht oder nur auf Halbmast getragen hat. Da liegt es natürlich nahe, das „Vergehen“ direkt anzusprechen und damit aus dem Weg zu räumen. Was die Stadt Essen jetzt aber online gestellt hat, ist schon beachtlich: Auf ihrer Homepage gibt es ein Meldeportal für Verstöße gegen die Corona-Regeln.

Die Spitzel sollen Ort, Datum, Uhrzeit und Art des Verstoßes nennen, die Angaben zur eigenen Person sind freiwillig. Am besten werden zur Dokumentation auch noch die Beweisfotos dazu hochgeladen. Selbstverständlich hält die Stadtverwaltung – wie sie explizit hinweist – die Richtlinien für den Datenschutz ein. Dass damit das Denunziantentum gezielt gefördert und ein Keil in die Gesellschaft getrieben wird, scheint die Kommune billigend in Kauf zu nehmen. Da werden sich die vielen Blockwarte in Essen aber freuen.

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