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Reputation soll zerstört werden

Reputation soll zerstört werden

Bild fährt seit einigen Tagen eine Kampagne gegen den Virologen Christian Drosten. Vordergründig geht es um eine anscheinend falsche Studie, die der Fachmann veröffentlicht haben soll. Hintergründig geht es um die Demontage eines Regierungsberaters. Schon früh hat der Berliner seine Expertise der Bundesregierung zur Verfügung gestellt. Sie hat ihre Entscheidungen darauf gestützt. Dass bei einem neuen Virus sich nicht alle ersten Vermutungen bei genauerem Hinsehen als Fakten herausstellen, versteht sich von selbst. Es gab eine gesundheitliche Bedrohung, auf die schnell reagiert werden musste.

Nun nutzt das Boulevardblatt eine Fachdiskussion zur Zerstörung der Reputation von Christian Drosten. In Wahrheit sollen aber die „Hardliner“ bestraft werden, die Deutschland bisher vor einem Corona-Desaster wie in Großbritannien oder in den USA bewahrt haben. Die Lockerungen können dem Blatt nicht schnell genug gehen. Diejenigen, die etwas anderes fordern, stehen auf der falschen Seite. Waren bisher die Betroffenen einer solchen Kampagne schutzlos ausgeliefert, können sie jetzt selbst reagieren: Die sozialen Medien machen es möglich. Doch damit beruhigen sich die beiden Streitparteien leider nicht.

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