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Schwarzarbeit ist in Ordnung

Immer mehr Menschen arbeiten derzeit schwarz. Der geschätzte Anteil soll dieses Jahr elf Prozent am gesamten Bruttoinlandsprodukt betragen – letztes Jahr betrug der Wert neun Prozent. Dass die Umgehung von allen Steuern und Sozialabgaben nun aber auf einmal toleriert werden soll, ist schon verwunderlich: Experten gehen davon aus, dass die Schwarzarbeit „wohlfahrtssteigernd“ sei, sie trage wie die „normale“ Arbeit zur Wirtschaftskraft eines Landes bei.

Während einer Krise nehme die Schattenwirtschaft immer zu. Ihr Anteil sinke, sobald die Konjunktur wieder anziehe. Wirtschaftsfachleute sehen diese Tätigkeiten als ein milliardenschweres Hilfsprogramm und ein Garant, dass die Rezession nicht noch schlimmer ausfällt. Schließlich werden hier schätzungsweise fast 350 Milliarden Euro umgesetzt und auch wieder ausgegeben – was die Wirtschaft fördere, Arbeitsplätze sichere und Mehrwertsteuer koste. Doch so einfach ist es nicht: Schwarzarbeit bleibt illegal und schadet den Sozialkassen. Sie ist ethisch verantwortungslos.

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