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Strom kommt nicht zu Verbrauchern

In Deutschland gibt es viele Fotovoltaik- und Windkraftanlagen – so viele, dass manche heruntergeregelt werden müssen, weil deren Strom gerade nicht benötigt wird. Greifen die Netzmanager nicht rechtzeitig ein, droht eine Überlastung und die Abschaltung der Stromversorgung. Damit die Betreiber der Anlagen aber keine Verluste erleiden, werden sie für die nicht eingespeisten Mengen entschädigt: Sie erhielten 2020 laut Bundesnetzagentur rund 1,34 Milliarden Euro, fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Diese Kosten werden den Kunden zusätzlich auf die Stromrechnung geschrieben. Damit ist Deutschland das Land in Europa mit dem höchsten Strompreis. Diese Ausgaben sind auch deswegen ärgerlich, weil die umweltfreundlich erzeugte Energie erst gar nicht zum Verbraucher kommt. Für Abhilfe würde, so die Fachleute der Bundesnetzagentur, ein schnellerer Ausbau der Stromnetze und der Speicher sorgen, damit sie mehr Strom aufnehmen können. Doch der stockt nicht zuletzt durch Einwände der Bevölkerung.

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